Ich selbst?

So kann das Ich nach Lévinas „durch den Anderen auf eine außergewöhnliche Weise in Frage gestellt werden. Nicht wie durch ein Hindernis, welches das Ich immer abschätzen kann, und auch nicht wie durch den Tod, den es sich ebenfalls geben kann; das Ich kann unter Anklage gestellt werden, trotz seiner Unschuld, sicherlich durch Gewalt, aber auch durch den Anderen, und zwar trotz der Trennung, in der es durch die Exklusivität und die Inselhaftigkeit des Psychischen belassen wird, durch den Anderen, der es als solcher dennoch >>besessen hält<< und der, Nächster und Fernster, ihm eine Verantwortung aufbürdet, die unabweisbar ist, wie eine Verwundung, eine Verantwortung, für die es keine Entscheidung getroffen hat, der es sich jedoch, eingeschlossen in sich selbst, nicht entziehen kann.[…] diesseits des Logos, vor-ursprünglich, Gesagten vorausgehend und das Unsagbare als Verantwortung,“ Dies stellt für Lévinas ein undeklinierbares Subjekt dar, „genau insofern es unersetzbarer Geisel für die anderen ist.“ […] Was an der Innerlichkeit am unaussprechlichsten oder unmittelbar ist

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unbewusst

Der Weg durch starren Begriff weil dieser das Ungesagte im Voraus lähmt und warnt und die Erfahrung enttarnt führte mich, bis ich versagte zerschellte am Bewusstseinsriff und zerfasert war der Inhalt, weil ich begriffen in der Form, zu leben, das Unsichtbare wagte weil ich glaubte Es zu sehen unbewusst folgt Widerstehen nach kalt bemessender Norm fest verbannt in ihre Zahlen sich eine zersplitterte Gestalt in mein Bewusstsein meißelt das Andere lustvoll geißelt Wiedersehen mit Dir vertagte ausschließt die eigenen Wahlen Gewissen haben wollen, plagte mich Es doch mit zornig Grollen Das Ich hat Nichts zu verzollen Du bist am Horizont verschollen Ich auf ankerlosem Narrenschiff Spende mir Mut hin zu Tiefen, die ohne Dich nicht integrieren, Sie wachen wo Sie schliefen um endlich das auszuprobieren was unsagbar sich Leben nennt; Die Stimme sich erzitternd bekennt Doch wird Es sich lange vorenthalten Realität wird erneut entzwei gespalten

Haß spricht – Liebe dichtet

„und wer da zu mir kommt und sagt, dass er seine ihm nächsten nicht von ganzem Herzen hasst, der hat sie auch nie wirklich geliebt“ Kommentar zu Kommentaren: selbst denken? ich glaube und hoffe, das ist keine Privatsache, weil auch diese Plattform hier nun einmal öffentlich ist und ich habe schließlich in dieser Öffentlichkeit schon viele bereichernde, wundersame und zum Nachdenken wertvolle Begegnungen gehabt, die es mal zu würdigen gilt, die aber, wenn ich sie alle einzeln nennen müsste, schlichtweg hier den Rahmen sprengen würden. Wichtig finde ich dabei, dass durch die neuen Verständigungsmöglichkeiten neue Räume geschaffen wurden, ähnlich dem, dass die Erde keine Scheibe ist und das ist zum Einen großartig und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, aber auch beängstigend, wenn ich gerade in so vielen Netzwerken und ich gehe da gar nicht so Entweder-Oder haft vor, sondern freu mich so vielfältig in Kontakt zu sein und bemerke, das so widersprüchlich diese auch sind, das so widersprüchlich auch

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Antwort

So kann Dies nicht an Orten antworten Die nicht Schweigend Die! Bricht die Sicht Durch deinen Leib  Schreib ich an der Grenze Sie Tanzt und will besungen Schwer durchdrungen Wie all diese Lieder Ohne Dich Der Antwort wieder nicht gerecht Wider all dieser Todeslieder Verfehlen und Fähigkeit Meine Fehlbarkeit Und wer mich fleht Steht auch an dieser Grenze All dieser Tänze Die Unbesungen Nur nach dem Staub der  Sehnsucht klungen Die verflucht sich nicht Durchgerungen An den Unsagbarkeiten All dieser Lustbarkeiten All dieser Eitelkeiten Die bei weiten alle Seiten, die noch nicht Verfasst nicht verpasst  Alles Bestreiten

Übung

sterblich sind wir nicht, wir finden nur keinen trost und der himmel oder die erde sind gut zum drauf rum tippen oder stampfen; mit dem letzten flehen kann selbst noch Adam widerstehen, die, wie ich heute erfuhr, schon den Grundkonflikt mitgedacht nur: sie lacht nicht mehr, sie kennt nicht die Gnade, die empor darauf herumsteigt, auf dem Bodendach.. Dachboden, da wohne ich, Menetekel: heute: ekel ich mich vor vielem: Es ist Sonntagabend!; Philosophie sagt man, sei eine Übung im Sterben.. für unaussprechliches lassen sich schwer.. aber oft ist es ja der Verlust eines wichtigen Menschen, der uns denken lässt, der eigene Tod denkt nicht, da denken wir nicht und er lässt sich auch nicht denken; es gibt immer wieder Versuche dem Tod mehr als nur das Nichts zu geben, in ihm eine Triebfeder für s Leben zu sehen, so sagt man ja auch , das man noch das und das sehen will, das und das tun will, aber wir können leider nur

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mmh.

Wäre es eine Kathedrale, die ich Dir erbaue, so wäre für mich klar das vor dem Eingang der Krypta irgendetwas von Bedeutung stehen sollte, es darf aber nicht verstanden werden, sondern auffordern zum umkehren in Gedanken, dort verweilen, wo sonst außer Dir niemand war und auch hoffentlich nie wieder sein wird. Wir schließen einen Vertrag der uns von allen von Natur gegebenen Leidenschaften befreit und taumeln nochmal so schön, wie ein Kreistanz, der Schneeflocken auszuweichen versucht und dabei verbrennt.. ich liebe diese Paras, sind sie doch die Krönung der Schöpfung, die einmal umgekehrt in Gedanken, dort auftauchen, wo nichts zu denken war und auch kein Weg hinführt, bist du dann doch in Berührung gekommen mit dieser leeren Stelle so gelingt es vielleicht dieses eine viele male und dort wo Es war darf ich hinkommen, ich darf werden und kryptisch sein, trotzdem ein Verlangen nach Klarheit zu spüren, ist nicht selbstverständlich, weil nur diese eine viele Berührungen waren zu spät..

Verlorene Sehnsucht

so lang so kurz kein halm mehr wächst an den zu klammern das leben sich hält wo suche war ist schmerz erschienen kein atem rinnt mehr aus diesem leib innen rastlos für immer aufgegeben da sie nicht weiß wie ihr geschieht wenn sie fragend auf ihn sieht als ob sie nicht wüsste, dass sie ihn liebt entlassen werde ich sie in ihr leben ohne tränen, die sie mir vergalt vermächtnis meiner trauerliebe vielleicht sind neue ziele wahr geflüster von neuer sehnsucht gesucht und verloren WUNDERBAR

gesten des horizonts

sie stehen ihnen gut die neuen ketten an den augen, die nicht blicken was die hand nicht gefesselt hat hass ist das schwarz, der mauern vor ihren ohren die nicht hören, was hinter ihrem horizont liegt da sie selbst gefesselt und eingemauert in ihrer gestik und mimik eingekesselt an ihrem ort verweilen bedauert von denen, die sie nicht verstehen, weil selbe sie ebensowenig sehen